Schnell und sicher: Controlling-Kennzahlen zur erfolgreichen Unternehmenssteuerung

Mit einem effektiven Management-Reporting können sich mittelständische Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Controlling-Kennzahlen dienen als Basis für eine gute Unternehmensführung und -steuerung. Das sind die wichtigsten Kennzahlen im Controlling.

Mittelständische Unternehmen sicher steuern

Wie gut ist die Profitabilität eines Unternehmens? Wie sieht die Umsatzrendite aus? Controlling-Kennzahlen spielen eine Rolle, wenn es darum geht, Informationen komprimiert abzubilden. Sie helfen Prozesse und Sachverhalte deutlich zu beschreiben und sie einfacher auswertbar zu machen. Controlling-Kennzahlen fassen Sachverhalte kurz und prägnant zusammen und lenken den Blick auf das Wesentliche. Daher bilden sie ein effizientes Mittel für die Steuerung mittelständischer Unternehmen. 

Controlling-Kennzahlen für aussagekräftige Management-Reportings

Kennzahlen im Controlling bilden unterschiedliche Aspekte ab und lassen schnelle Rückschlüsse zu. Für die Unternehmensanalyse sind sie unabdingbar. Auf einen Blick ist erkennbar, welche Umsatzentwicklungen oder Kostensteigerungen aufgetreten sind. Damit bilden Controlling-Kennzahlen eine wichtige Voraussetzung bei der objektiven Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation.

Kennzahlen als Steuerungsinstrument im Mittelstand

Im Controlling kommen unterschiedliche Kennzahlen zum Einsatz. Auch für mittelständische Unternehmen stellen Controlling-Kennzahlen ein geeignetes Steuerungsinstrument dar. 

Unterschieden wird zwischen operativen und strategischen Kennzahlen. Operative Kennzahlen messen die konkrete, kurzfristige Zielerreichung, während strategische Kennzahlen sich auf übergeordnete, langfristige Ziele beziehen. 

Verschiedene Controlling-Kennzahlen in der Übersicht

Zur Unternehmenssteuerung im Mittelstand eignen sich unterschiedliche Kennzahlen. Zu den für mittelständische Unternehmen relevanten Controlling-Kennzahlen zählen die Liquiditätsgrade I – III. 

Die Liquidität 1. Grades gibt das Verhältnis von liquiden Mitteln zu kurzfristigen Verbindlichkeiten an. 

Die Liquidität 2. Grades setzt liquide Mittel sowie kurzfristige Forderungen ins Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. 

Die Liquidität 3. Grades betrachtet die liquiden Mittel, kurzfristige Forderungen sowie Vorräte im Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. 

Richtwerte bei den Liquiditätsraten

Für die Liquiditätsgrade gelten verschiedene Richtwerte. So sollte der Liquiditätsgrad I bei rund zehn bis 30 Prozent liegen. Um die Zahlungssicherheit sicherzustellen, streben Unternehmen einen Liquiditätsgrad II von 100 Prozent an. Für Liquiditätsgrad III gilt, dass dieser über 200 Prozent liegen sollte, um die finanzielle Sicherheit des Unternehmens sicherzustellen. 

Weitere wichtige Controlling-Kennzahlen

Neben den Liquiditätsgraden lohnt es sich für mittelständische Unternehmen folgende Kennzahlen im Blick zu behalten: 

  • EBIT und EBIT-Marge: Bei EBIT handelt es sich um das Ergebnis vor Steuern und Zinsen, den operativen Gewinn. Die EBIT-Marge stellt EBIT ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen und ist ein sinnvolles Maß im Vergleich innerhalb einer Branche.
  • Cash-Flow: Der Cash-Flow gibt Auskunft über die Ertragskraft des Unternehmens und zeigt, wie gut sich das Unternehmen selbst finanzieren kann. Damit ist der Cash-Flow auch für externe Geldgeber und Investoren interessant.
  • Return on Sales: Die Umsatzrentabilität gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen dem Gesamtumsatz und dem erzielten Jahresüberschuss. Sie trifft eine Aussage über die Profitabilität des Unternehmens.
  • Working Capital: Diese Kennzahl gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen kurzfristigen Verbindlichkeiten und dem Umlaufvermögen. So lässt ein positives Working Capital Rückschlüsse auf die langfristige Finanzierung des Anlagevermögens zu. 

Handlungsfähig bleiben und richtig reagieren

Mit einem effektiven Management-Reporting können sich mittelständische Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Controlling-Kennzahlen dienen als Basis für eine gute Unternehmensführung und -steuerung. So lassen sich Entwicklungen schneller erkennen und machen zeitnahe Entscheidungen möglich. Auf diese Weise bleiben Unternehmen handlungsfähig und stellen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. 

Maik Drozdzynski
Maik Drozdzynski
Maik Drozdzynski, Dipl.-Kfm. Dipl.-Inform. ist Produktmanager der Diamant Software GmbH sowie externer Doktorand der TU Dortmund im Umfeld des BI-gestützten Controllings für Krankenhäuser. Er brennt für das Thema Controlling und will mit seinen Beiträgen Unternehmen animieren mehr aus ihrem Controlling herauszuholen.

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