Führung im Wandel: „Begleiten statt leiten“ – Ein Erfahrungsbericht

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Jetzt so stark wie noch nie zuvor. Homeoffice, flexible Arbeitszeiten, flache Hierarchien und die beste technische Ausstattung - all das sind Anforderungen der aktuellen und kommenden Arbeitnehmergeneration. Dabei nicht zu vergessen: Eine fortschrittliche Arbeitsweise und moderne Mitarbeiterführung. Aber was beutet das und vor allem: Wie hängen die beiden Themen zusammen? Ein ehrlicher Erfahrungsbericht.
Führung bei Diamant Software

Umdenken ist gefordert

In der Softwareentwicklung bei Diamant Software setzt das Unternehmen auf ein agiles Projektmanagement nach Scrum. Offenheit und Eigenverantwortung stehen seitdem noch mehr im Mittelpunkt. Damit agiles Arbeiten funktioniert ist ein Umdenken gefragt, bei den Mitarbeitenden, aber auch allen voran bei denFührungskräften. Weg vom Einzelkämpfer – hin zum Teamplayer: Das ist es, was agiles Arbeiten verlangt. Im Klartext bedeutet das: Alle ziehen an einem Strang. Jeder ist für das, was er tut, verantwortlich. Denn als Experte ist jeder Einzelne gefragt. Zum Erreichen eines Ziels trägt jeder bei.

Recruiting: Es muss passen

Sven Heising ist Peoplemanager und in dieser Rolle unter anderem für das Recruiting auf Entwicklerseite bei Diamant Software verantwortlich. Bei der Besetzung einer Stelle achtet er besonders auf eines: auf die innere Einstellung der jeweiligen Person, mehr noch als auf die Fachkompetenz, die man aufbauen kann. Denn nicht jeder passt in ein agiles Umfeld. Mitarbeitende, die konkrete Handlungsanweisungen brauchen, um gut zu arbeiten und die hierarchisch geführt werden müssen, fallen darunter. Viel wichtiger seien Teamplayer, die ihr Wissen gerne teilen, neu denken und Pioniergeist mitbringen, erklärt Heising.

Sven Heising, Peoplemanager

"Problems first" für besseres Vorankommen

Pioniergeist – im agilen wie nicht-agilen Umfeld bedeutet das, auch mal altbekannte Pfade zu verlassen. Im gesamten Unternehmen betrifft dies beide Seiten – die Führungsebene wie auch die Mitarbeitenden. Für Sven Heising heißt das, mit einem anderen Blick auf die Arbeit der Mitarbeitenden zu schauen, als es normalerweise üblich ist. „Es ist nicht so wichtig, wie das Ziel erreicht wurde“, sagt er. Unter der Devise „Problems first“ nimmt er mit den Mitarbeitenden das in den Blick, was nicht gut funktioniert hat. Das, woran weiter gearbeitet werden muss. „Wir müssen Probleme als etwas Tolles begreifen, als Chance zu wachsen“, sagt Heising. Denn nur so könne man an Defiziten arbeiten und besser werden.

Das Team definiert gemeinsam Ziele. Den Weg zum Ziel setzen die Teammitglieder um. »Man muss ihnen hier Eigenverantwortung überlassen«, erklärt Heising. Seine Hauptaufgabe beschreibt er mit den Worten: »Ich unterstütze andere, damit sie gut arbeiten können.« Denn nur so lasse sich tatsächlich ein agiles Umfeld schaffen.

Das passende Umfeld schaffen

Wie schafft man nun ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle Mitarbeitenden wohlfühlen? Gabriele Weber, verantwortlich für die Personalentwicklung bei Diamant Software, unterstreicht den Einfluss aus der agilen Entwicklung: „Eigenverantwortung ist nicht nur in agilen Teams, sondern in allen Teams bei Diamant Software wichtig.“

„Wir sehen, dass sich Mitarbeitende eine größere Gestaltungsfreiheit wünschen. Darauf nehmen wir in vielerlei Hinsicht Rücksicht. Unsere Führungskräfte setzen die Rahmenbedingungen. Sie vertrauen auf die Leistung und Motivation ihrer Mitarbeitenden. Dabei ist Feedback ein wesentlicher Träger. Die Feedbackkultur hat sich bei uns noch einmal verstärkt. Das Motto: Begleiten statt Leiten.“

Gabriele Weber, Personalentwicklung

Was sagen die Diamant Führungskräfte?

Führungskultur bei Diamant Software

Holger Dülberg
Welchen Einfluss haben KI und Business Intelligence auf das Finanzwesen der Zukunft? Wie wichtig ist die eigene Haltung für den Erfolg des digitalen Wandels? Holger beschäftigt sich mit Themen der "schönen neuen Arbeitswelt".

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