Säulendiagramm Baukasten

Abweichungen in der Unternehmensplanung – Planzahlen einfach und effizient anpassen

Methoden zur unterjährigen Korrektur von Planzahlen

Der Planungsprozess endet nicht mit der Erstellung der Planzahlen. Im Laufe des Wirtschaftsjahres ist die Kontrolle und ggf. eine Anpassung der geplanten Werte durch die passenden Ist-Werte notwendig. Mit den „korrigierten“ Planwerten ist das Unternehmen in der Lage, notwendige Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten, falls Handlungsbedarf besteht. Doch wie lassen sich die Planzahlen durch die Ist-Daten einfach und effizient ersetzen?

Unterjährige Unternehmensplanung mittels Hochrechnung

Eine Möglichkeit Abweichungen vom Plan zu korrigieren ist die Methode der Hochrechnung. Die Hochrechnung ersetzt die Planwerte durch die Ist-Daten aus dem Wirtschaftsjahr bis zur aktuellen Periode. Der Vergleich zwischen den Ist- und Plandaten bzw. deren Abweichungen schafft die Basis für eine Neuberechnung der Planwerte in den kommenden Perioden des Wirtschaftsjahres.

Abweichungen vom Plan korrigieren mittels Planrevision

Ziel einer Planrevision ist, die Planwerte auf den tatsächlichen Werteverzehr (Ist-Werte) abgeschlossener Perioden zu korrigieren und die sich ergebende Differenz auf die Restperioden zu verteilen. Die Planrevision ist eine Alternative zur Hochrechnung. Ähnlich wie bei der Hochrechnung schafft die Planrevision mit ihren Ergebnissen eine Basis, um die Unternehmensstrategie an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Eine Revision mit Plananpassung sagt aus, was im verbleibenden Zeitraum geschehen müsste, damit das Unternehmen den ursprünglichen Jahresplanwert erreicht. Eine Revision ohne Plananpassung bildet die Abweichung vom ursprünglich geplanten Jahreszielwert ab, wenn das Unternehmen im verbleibenden Zeitraum die ursprüngliche Planung einhält.

Neubewertung der Unternehmensplanung vornehmen

Am Ende des Wirtschaftsjahres führt das Unternehmen eine Neubewertung bestimmter Planwerte durch. Das ist bei Projekten erforderlich, die ein Unternehmen über längere Zeiträume durchführt. Das gilt z. B., wenn das Unternehmen die Projekte zum Bilanzstichtag als unfertige Erzeugnisse aktiviert und die unfertigen Erzeugnisse nach verschiedenen Rechtsnormen (HGB, IFRS) bewertet.