HERON Gruppe


Branche: Maschinenbau
Anzahl der Mitarbeiter: 130
Kunde seit: 2005

Österreichischer Automatisierungs-Spezialist setzt auf Diamant/3

Als sich die Heron-Gruppe aus Österreich entschloss, auf eigene Faust eine Unternehmens-Software zu entwickeln, benötigte sie dazu auch ein flexibles Rechnungswesen. Mit Diamant fanden die Automatisierungs-Spezialisten ein Programm, das sie einfach und exakt nach ihren Anforderungen in das neue ERP-System integrieren können. Die dabei eingesetzte österreichische Version von Diamant/3 deckt die spezifischen Anforderungen des Landes ab, die Internet-Technologie der Lösung ermöglicht es den Buchhaltern von Heron, ihre Arbeit bequem auch unterwegs oder im Home-Office zu erledigen.

Die Weichen bei Heron sind eindeutig auf Zukunft gestellt. Erst vor kurzem bezog man eine neu gebaute Zentrale in Dornbirn in Vorarlberg. Hier, unweit des Bodensees, ist die Verwaltung, Entwicklung und Produktion der weltweit tätigen Unternehmensgruppe angesiedelt. Zu dem mittelständischen Konzern mit insgesamt rund 120 Mitarbeitern gehört unter anderem die Firma Robotunits, die sich mit ihrem standardisierten Automatisierungs-Baukasten international einen Namen gemacht hat. Servus Robotics, eine weitere Tochter der Gruppe, brachte den weltweit ersten intelligenten Transportroboter für Infralogistik und Montageautomation auf den Markt. Mit diesen Töchtern gewann Heron bereits zwei Mal den Vorarlberger Innovationspreis.

Alte Finanzbuchhaltung komplett abgeschottet

„Wenn in Spitzenzeiten Überstunden nötig werden, können diese bei uns auch von zu Hause aus geleistet werden. Eine Möglichkeit, von der unsere Buchhalter dank Diamant®/3 bereits Gebrauch machen.“

Stefan Tammerl
Software-Entwickler für interne Anwendungen bei der Heron-Gruppe Dornbirn

Fit für die Zukunft macht sich die Heron-Gruppe derzeit auch in Sachen Unternehmens-EDV. Gegenwärtig lösen die Automatisierungs-Spezialisten ihre alten Lösungen ab und entwickeln ein eigenes, einheitliches ERP-System für den gesamten Firmenverbund. Bisher wurde in der Gruppe teilweise eine Standard-Software verwendet, teilweise kam eine selbstgestrickte Lösung zum Einsatz. „Unsere alten Programme platzten aus allen Nähten“, sagt Stefan Tammerl, Software-Entwickler für interne Anwendungen bei Heron. „Wir hatten das Ende der Fahnenstange in punkto Funktionalität und Performance erreicht.“ Die Anforderungen von Heron sind sehr speziell und lassen sich deshalb nur mit erheblichem Anpassungsaufwand von einer Standard-Software abbilden. Deshalb entsteht derzeit in Dornbirn mit Hilfe des Entwicklungspaketes ComActivity in Eigenregie eine webbasierte ERP-Lösung. Diese kommt in Kürze bei Robotunits – der größten Tochterfirma von Heron – zum Einsatz, die weiteren Töchter werden folgen.

Mit der neuen Unternehmens-EDV hat auch eine neue Rechnungswesen-Lösung Einzug in der Zentrale von Heron gehalten. „Unsere alte Software verfügte zwar über eine Finanzbuchhaltung, diese war aber komplett abgeschottet vom Rest des Systems und ermöglichte keinen Zugriff auf die Datenbank.“ Die Folge: Die Buchhaltung war oft nicht auf dem aktuellen Stand, viele Daten mussten mühsam und fehleranfällig doppelt erfasst werden. „Außerdem waren wir generell mit der Bedienbarkeit der Software unzufrieden“, so das Urteil von Stefan Tammerl.

Nahtlose Umsatzsteuervoranmeldung über FinanzOnline

Gesucht wurde deshalb ein Programm, das vor allem zwei zentralen Anforderungen zu genügen hatte: Zum einen musste die Integration mit dem neuen ERP-System von Heron gewährleistet sein. Zum anderen legte man Wert auf eine einfache Benutzerführung. Fündig wurden die österreichischen Automatisierungs-Spezialisten schließlich in Deutschland mit der Lösung Diamant/3. Das Rechnungswesen-Programm der Bielefelder Diamant Software GmbH & Co. KG wurde unter Microsoft .NET programmiert und basiert durchgängig auf Internet-Technologien. Stefan Tammerl: „Die offene Architektur von Diamant/3 ermöglicht es uns, das Programm einfach mit unserer neuen Unternehmenslösung zu integrieren.“ Dass es sich dabei um die Lösung eines deutschen Herstellers handelt, war für Heron kein Problem. Kurz zuvor hatte der Anbieter eine österreichische Version von Diamant/3 auf den Markt gebracht, welche die spezifischen Anforderungen des Landes erfüllt. So kann beispielsweise die Umsatzsteuervoranmeldung nahtlos elektronisch über FinanzOnline abgegeben werden, die E-Government-Anwendung des österreichischen Bundesministeriums für Finanzen. Aus dem Diamant/3 Rechnungswesen heraus lassen sich die Umsatzsteuermeldedaten direkt online an die Finanzbehörde übertragen. Das Formular sowie die zugehörigen Protokolle stehen daneben zur Kontrolle und Archivierung zusätzlich als Ausdruck zur Verfügung.

Externer Zugriff ohne Client-Installation

Installiert ist die Software in der Zentrale von Heron in Dornbirn. Hier wird die Buchhaltung für alle Töchter der Gruppe erledigt. Jedes dieser Unternehmen ist in Diamant als eigener Mandant geführt. Insgesamt drei Anwender arbeiten bei Heron mit der neuen Rechnungswesen-Software und profitieren bereits von der Web-Technologie von Diamant, die ihnen den externen Zugriff auf die Anwendung ermöglicht. Um mit Diamant zu arbeiten, benötigen die Buchhalter von Heron keine Client-Installation, sondern lediglich einen Rechner oder Handheld mit Internetverbindung und Web-Browser. Deshalb können die Anwender auch unterwegs oder im Home-Office ihre Arbeit problemlos erledigen. „Das zahlt sich vor allem dann aus, wenn in Spitzenzeiten Überstunden notwendig werden. Diese können bei uns auch von zu Hause aus geleistet werden. Eine Möglichkeit, von der unsere Buchhalter dank Diamant/3 bereits Gebrauch machen“, freut sich Stefan Tammerl.

Der Entwickler ist derzeit damit beschäftigt, die Rechnungswesen-Software mit dem neuen ERP-System von Heron zu integrieren. Über Web-Services tauschen die beiden Systeme Informationen aus, beispielsweise Rechnungsdaten, offene Posten oder Kreditlimits. Die Zeiten, in denen Daten doppelt erfasst werden mussten, sind damit endgültig passé. Generell findet dieser Datenaustausch in Echtzeit statt. Die Übergabe der Rechnungsdaten wurde von Stefan Tammerl aber so eingerichtet, dass diese gesammelt einmal pro Tag vom ERP-System an Diamant gehen. „So bekommt unsere Buchhaltung eine hervorragende Kontrollmöglichkeit“, erläutert der Entwickler. „Wird eine Rechnung versehentlich zu früh ausgestellt oder ist eine falsche Steuer aufgeführt, lassen sich solche Fehler mit geringem Aufwand beheben, bevor diese Daten in das Rechnungswesen übernommen werden.“

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