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Corona-Hilfen: Das ist für Unternehmen jetzt möglich!

12. Juni 2020
Martin Finke
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Das können Unternehmen jetzt tun

Die Presse berichtet über die Corona-Krise und ihre finanziellen und wirtschaftlichen Folgen sowie über Maßnahmen und Hilfen für betroffene Unternehmen. Aber welche Hilfen gibt es aktuell konkret? Und wer darf diese in Anspruch nehmen?

Welche Fördermittel sind verfügbar?

Auf Antrag können Unternehmen sowohl Landes- und Bundesmittel in Anspruch nehmen oder über ihre Bank oder Sparkasse KfW-Kredite vermitteln lassen. Bei KfW-Krediten übernimmt die KfW 90% der Haftung und die Hausbank/Sparkasse die restlichen 10% bei kleinen Unternehmen (KMU); bei großen Unternehmen verschiebt sich das Verhältnis aus 80% zu 20%. Da sich in der Praxis gezeigt hat, dass die Banken für die geringe Haftung dennoch sehr aufwendige Bonitätsbewertungen vorgenommen haben, gibt es für den Mittelstand „KfW-Schnellkredite“. Das attraktive daran ist, dass der Bund zu 100% das Kreditausfallriskio übernimmt und die vermittelden Banken keine Zeit mit ihrer internen Prüfung vergeuden.

Welche Unternehmen können den KfW-Schnellkredit beantragen?

Die KfW-Schnellkredite gelten für Unternehmen, die

  • seit Januar 2019 am Markt sind und
  • mehr als 10 Mitarbeiter haben
  • im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben

Ein weiterer Vorteil dieses Schnellkredites ist, dass die Zeit der Rückzahlung 10 Jahre beträgt und zwei Jahre keine Tilgung erfolgen muss. Dieser Förderkredit gilt sowohl für Anschaffungen als auch für laufende Kosten. Die Höhe des Kredites ist allerdings beschränkt auf 25% des Jahresumsatzes 2019 und Unternehmen

  • mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro oder
  • mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro

Welche weiteren Hilfen gibt es?

Für Unternehmen die länger als drei Jahre am Markt sind gibt es seitens der KfW weitere Kredite bis zu 1 Mrd. Euro. Darüber hinaus gibt es noch die KfW Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung ab 25 Mio. Euro und weitere Unterstützung durch Bund und Länder wie

 

Tipp: Beachten Sie bei der Beantragung von Mitteln aus der öffentlichen Hand, dass Sie im jeweiligen Antrag auch andere beantragte Liquiditätsmittel nennen, um sich nicht dem Verdacht des Subventionsbetrugs auszusetzen. Der oben beschriebene KfW-Schnellkredit ist beispielsweise nicht kombinierbar mit anderen KfW-Krediten.

Vorbereitung: Was ist zu tun?

Egal wofür sich ein Unternehmen entscheidet – ob Bankkredit, Bürgschaft, KfW-Programm oder öffentliche Zuschüsse: Wichtig ist, sich zunächst einen genauen Überblick über die eigene finanzielle und wirtschaftliche Lage zu verschaffen und die Höhe des voraussichtlichen Kredit-/ Zuschussbedarfs festzustellen. Erst dann ist es sinnvoll Auskünfte und Beratung einzuholen.
Diese Informationen sind dafür notwendig:

  • Jahresabschlüsse
  • BWA ab 2019, inklusive Summen-Saldenlisten
  • Liquiditätsplanung für die kommenden 12 Monate

Die Auswertungen sind auch Bestandteil des anschließenden Antragsverfahren.
Für den Antrag auf Corona-Hilfen sind zusätzlich folgende Informationen erforderlich:

  • Selbstauskunft
  • Vorschlag für einen Eigenanteil durch Gesellschafter
  • kurze Beschreibung der Auswirkungen durch die aktuelle Corona-Pandemie
Ein Beitrag von
Martin Finke
Martin nutzt seine langjährigen Erfahrungen im Finanz- und Rechnungswesen um als Produktmanager bei Diamant Software das Rechnungswesen und die Konzernbuchhaltung weiterzuentwickeln. Im Diamant Blog gibt er nützliche Tipps zu Compliance und Themen aus dem Handels- bzw. Steuerrecht.

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