Controllingwerkzeuge im Mittelstand – Excel ist immer noch die Nr. 1

Studie liefert aktuelle Erkenntnisse zur Bedeutung des Controllings im Mittelstand

Verwenden Sie für Ihre betriebswirtschaftlichen Auswertungen und Reportings Excel-Tabellen und -kalkulationen? Laut einer aktuellen Diamant Studie zur Zukunft des kaufmännischen Bereichs nutzen 66 Prozent der Befragten im Mittelstand Excel, um Berichte zu erstellen und grafisch aufzubereiten. Dies ist altbewährt, aber kaum hilfreich für die Weiterentwicklung des Controllings zum Business-Partner der Unternehmenssteuerung. Ist es für Unternehmen jetzt an der Zeit umzudenken?

Reporting ist weiterhin ein manueller Prozess

Wie automatisiert ist Ihr Reporting? Die breite Basis der Mittelständler verfügt über eine Mischform aus manuellem und automatisierten Reporting. Allerdings verschicken 62,2 Prozent ihr Daten immer noch manuell per E-Mail. Dies sind lediglich 9 Prozentpunkte weniger als noch 2017. Sobald manuelle Prozesse für das Reporting verwendet werden, desto unsicherer wird die Informationsbasis. Übertragungsfehler können schnell ein Reporting verfälschen.

Erwartungen an Controllingwerkzeuge sind unverändert

Die Erwartungen an ein Werkzeug für die Erledigung der Berichtsaufgaben im Mittelstand sind im Vergleich zu der der Erhebung aus 2017 unverändert. Sehr hohe Erwartungen stellen die Befragten an flexible Analysemöglichkeiten, an Exportfunktionen in andere Systeme und an Funktionen die Transparenz bis zur auf Belegebene ermöglichen. Werkzeuge, die Prozessautomatisierung unterstützen, wie z.B. durch automatische Benachrichtigungen, wenn Kennzahlen oder Grenzwerte über-/unterschritten werden oder eine automatische Verteilung der Berichte an verschiedene Empfänger, liegen im Mittelfeld.

Der Bedarf wurde erkennt: Transparenz ist heute alles

Oft sind es Nuancen des „Mehrwissens“, die über den wirtschaftlichen Erfolg entscheiden. Reines Bauchgefühl reicht längst nicht mehr aus. Dies hat in der Studie 2017 der Mittelstand erkannt und sieht Handlungsbedarf. 76 Prozent der Befragten mittelständischen Unternehmen und Organisationen wollten ihre Controllingwerkzeuge weiterentwickeln, um die Steuerung, Planung und Kontrolle ihres Unternehmens zu verbessern. Die Umsetzung erfolgt noch eher zögerlich. Nur jeder vierte Befragte in 2019 verfügt über ein zentrales Business-Intelligence-System (2017: 12,8%).

 

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Gleichzeitig sind bei der Berichtsaufbereitung alle Werte in 2019 im Vergleich zu 2017 gestiegen. Dies zeigt, dass trotz des stärkeren Einsatzes von Business Intelligence weiterhin unterschiedliche Berichtsprozesse parallel verwendet werden.

Der kaufmännische Bereich wird zum Business-Partner

Die Aufgaben im Rechnungswesen und Controlling verändern sich bereits jetzt. Durch die zunehmende Digitalisierung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz ergeben sich in Sachen Rechnungswesen und Controlling ganz andere Möglichkeiten. Ralf Schlüter, Leitung Business Developement bei Diamant Software empfiehlt: „Unternehmen müssen sich jetzt mit mit ihrem „Controlling“ beschäftigen und ihre neuen Erwartungen und Anforderungen analysieren, um zukünftig noch zielgerichtetere Analysen und Ergebnisse zu liefern.“ So erbringen Rechnungswesen und Controlling einen noch wertvolleren Beitrag zur Unternehmenssteuerung und werden zum Business Partner des Managements. Kirsten Runge, Leitung Rechnungswesen bei der Archimedes Facility-Management GmbH bringt es auf den Punkt „Ich möchte zukünftig nicht mehr verwalten, sondern beraten.“

Studie: KI & Automatisierung im Rechnungswesen und Controlling

Aktuelle Erkenntnisse fasst die Studie "Wer wollen wir sein? Der kaufmännische Bereich erfindet sich neu." zusammen.

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