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Buchhaltungssoftware aus der Cloud – Bauchgefühl oder Kopfsache?

20. März 2017
Jörg Keilert
Verstand vs Herz

Die Cloud wird zur echten Alternative in der Buchhaltung

Anfängliche Vorbehalte, die sensiblen Buchhaltungsdaten im Rechenzentrum hosten zu lassen, sind heute immer seltener. Der Komfortgewinn, die Entlastung der eigenen IT sowie die planbaren Kosten rücken stattdessen in den Fokus. Eine aktuelle Studie belegt ebenfalls: Der Cloud-Einsatz in der Buchhaltung gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Im ersten Augenblick dominiert das Bauchgefühl

Obwohl wir uns der Digitalisierung und Automatisierung im Alltagsleben und seitens der Medien nicht entziehen können, gibt es bei manchen Entscheidern in den Unternehmen in diesem Zusammenhang noch ein negatives Bauchgefühl.
Unterstützt wurde dieses Bauchgefühl jahrelang dadurch, dass die Cloud einen schlechten Start hatte. Der Begriff Cloud war schon vorverurteilt, bevor sie überhaupt im Markt angekommen war. Journalisten, Juristen, IT-Systemhäuser (die durch die Cloud ihr klassisches Geschäftsmodell/Betreuungskonzept in Gefahr sahen), hatten die Themen Cloud und Sicherheit per se negativ verknüpft und das Thema negativ besetzt. In der letzten Jahren wurde das Thema nun versachlicht und es wird heute „sauber“ argumentiert.

Die Sache mit dem Vertrauen in die Cloud

Bei unternehmerischen Entscheidungen für oder gegen die Cloud gibt es so etwas wie „Bauch/Gefühl versus Kopf/Ratio“. Es besteht nach wie vor Unsicherheit, was unter dem Schlagwort „Digitale Transformation“, das vielfach die Medien dominiert, zu verstehen ist. Die „Digitale Transformation“, ist sicher eines der größten, spannendsten Abenteuer unserer Zeit und nicht mehr zu stoppen. Nachhaltig revolutioniert sie neben dem privaten Umfeld die IT-Landschaften von Unternehmen und zwingt Firmen zur Anpassung ihrer Geschäftsprozesse. Sie primär auf das Thema Cloud zu reduzieren, wird ihr nicht gerecht. Treiber der digitalen Transformation ist heute die Informationstechnologie. Die Dimension der Digitalisierung ist vergleichbar mit der Veränderung durch die Dampfmaschine und der folgenden Massenproduktion bzw. Akkord- und Fließbandarbeit.

Software in der Cloud betreiben – Was heißt das überhaupt?

Digitalisierung funktioniert ohne Cloud nicht. Denn erst die Cloud-Technolgie macht Digitalisierung möglich und für alle zugänglich: Jeder kann moderne Software flexibel einsetzen ohne gleich eine größere IT-Investition tätigen zu müssen.
Die Nutzung der Cloud lässt sich mit dem Einzug in eine Eigentumswohung vergleichen. Hier teilen sich alle Eigentümer die Komponenten. Dazu gehören Leitungen, Hausanschlüsse, Haustechnik, etc. Bei einem Cloud-Betrieb im Rechenzentrum nutzen alle gemeinsam die Hardware, den Speicher, den Strom und die Klimaanlage. Um die Wohnung kümmert sich jeder selber. Die jeweiligen Daten sind völlig isoliert geschützt und stehen nur dem jeweiligen Anwenderunternehmen zur Verfügung.

Cloud-Betrieb der Buchhaltungssoftware – Was spricht dafür?

Die Flexibilität der Unternehmen erhöht sich. Jeder aktive Anwender kann jederzeit und von überall auf der Welt auf die Daten der Buchhaltungssoftware zugreifen, standortunabhänig und von unterwegs. So kann die Buchhaltung ihren Aufgaben im Tagesgeschäft nachgehen, auch wenn beispielsweise Angestellte dezentral arbeiten.

Der Kostenaspekt spricht ebenfalls für den Cloud-Betrieb. Zunächst entlastet Buchhaltungssoftware in der Cloud die internen IT-Ressourcen. Aufwände für Verfügbarkeit, Updates und Backups entfallen. Diese Aufgabe übernimmt das Rechenzentrum. Es stellt die Ressourcen entsprechend den Anforderungen des Unternehmens zur Verfügung und kann diese bei Bedarf jederzeit erweitert. Über Web Services lassen sich weitere Systeme wie Faktura, CRM oder ERP-Software einfach integrieren – ganz gleich, ob diese in der Cloud oder lokal (On-Premise) betrieben werden.

Unternehmen brauchen Strategien

Mit der zunehmenden Digitalisierung vollzieht sich derzeit ein tiefgreifender Technologiesprung, der alle Bereiche des Lebens umfassend wandelt und weiterhin verändern wird. Dies betrifft die industrielle Produktion, die Arbeitswelt und auch der Umgang mit der eingesetzten Software in den Unternehmen. Unternehmen müssen Strategien entwickeln, um für die digitale Transformation gerüstet zu sein. Die exponentielle Geschwindigkeit dieser Entwicklung führt gegenüber den linear verlaufenden Entwicklungen früherer Zeiten dazu, dass es immer schwerer wird, Versäumnisse aufzuholen.


Studie: Bedeutung der Digitalisierung im Rechnungswesen

Aktuelle Erkenntnisse fasst die Studie Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung im Rechnungswesen und Controlling zusammen.
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Ein Beitrag von
Jörg Keilert
Jörg Keilert ist einer der Cloud-Experten bei Diamant Software. Passion by heart „Helping customer move to the Diamant Cloud“. Er berät Unternehmen, die sich mit dem Thema Cloud & Multi-Cloud Lösungen beschäftigen. Das die Cloud Mainstream in Deutschland und wesentlicher Treiber des digitalen Wandels geworden ist, darüber schreibt er in diesem Blog.

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